Archive for the ‘Recht’ Category

Online Durchsuchungen

Donnerstag, Dezember 7th, 2006

Und wieder ein Beitrag aus der allseits beliebten Kategorie “1984 - wir kommen”.

Der Staat will nämlich ein 132 Millionen schweres Programm zur Verbesserung der Sicherheit, bzw. zum Durchsuchen von ans Internet angeschlosenen PCs, starten.

In einem Artikel der Sueddeutschen Zeitung erfährt man folgendes:

  • Verfassungsschützer und Polizei dürfen schon jetzt Computer online durchsuchen
  • wenn die dabei schlimme Sachen wie strafbare Daten, wie etwa Anleitungen zum Bau einer Atombombe finden, könnten auf den Besitzer Probleme zu kommen
  • Allerdings wird so einer Online-Durchsuchung nur durchgeführt, wenn es einen Tatverdacht gibt und ein Richter zugestimmt hat. Also nicht in Foren fragen, ob jemand wüsste wie man eine Atombombe zuhause günstig bauen könnte
  • Momentan ist dies noch ziemlich aufwendig, weshalb man ein tolles Programm entwickelt hat, dass diese Methode auch für den “regulären” Gebrauch verfügbar macht
  • FDP-Haushaltsexperte Jürgen Koppelin moniert dies als Planung eines “flächendeckendes PC-Screening”
  • Heute, Donnerstag dem 7. Dezember, soll der Landtag in NRW ein Gesetz hierzu verabschieden, dass dann am 1.1 in Kraft tritt

Wie viele Terrorangriffe gab’s in Deutschland den schon? Rechtfertigt eine nichtige Gefahr, der man ansich mit Integrationspolitik und kulturellem Austausch begenen sollte eine Beschränkung der Rechte der eigenen Bürger?

Übrigens, wann verbietet man den Orwell’s böse Bücher einfach, damit dumme Blogger keine Parallelen ziehen können? Deshalb eine kleine Lektüre-Empfehlung (achtung, es handelt sich um einen affiliate-link zu Amazon, wer will kann auch einfach “1984″ in jede beliebige Suchmaschine eingeben und das Buch bei dem Shop seiner Wahl, oder gar im Buchhandel, kaufen):

1984.

Und wieder ist 1984 einen Schritt näher

Montag, November 20th, 2006

Auch in Deutschland, und nicht nur den USA (”Patriot Act”), verliert der Büger immer mehr Rechte. Speicherung von Verbindungsdaten, Anlegung von Datenbanken potenziell terroristisch gefährlicher Menschen, immer mehr Überwachungskameras. Das Urheberrecht wird von Unternehmen missbraucht den maximalen Gewinn zu machen und dank Lobby macht die Regierung auch keine Probleme.

Government of the people, by the people, for the people. In Australien können sich die Büger nun ganz besonders bei ihrer Regierung bedanken. Ein ultra, ultra restriktives Urheberrechtsgesetz verbietet es etwa schon Lieder vor sich hinzusingen, wenn andere Menschen dies hören könnten. Theoretisch wäre es verboten auf einem Kindergeburtstag im Kindergarten oder der Schule “Happy Birthday” zu singen. Je nachdem wie man öffentlich definiert. Wenn man’s doch tut, wird dies als Straftat die mit Gefängnis oder mehreren Hundert Dollar bestraft wird.

Wenn Fans bei Konzerten mitsingen gibt’s wohl Massenverhaftungen :-D.

Bei diesem Videospiel dürfte es lustig werden:

SingStar Legends

Wahrscheinlich wird es in den USA genauso wie die in Deutschland, wegen ihrer Gewaltdarstellungen, indizierten Spiele mit “Banned in Australia” beworben.

Google Desktop - Vorsicht Datenschutz

Donnerstag, November 16th, 2006

Zwar schon eine etwas ältere Meldung aber ich hab kürzlich wieder mehrere Beiträge über Google Desktop gelesen und muss sagen, dass ich enttäuscht bin, wie Leute mit Ihren Rechten umgehen. Man muss sich mal vorstellen, dass Google einen super Service anbietetn bei dem all seine Daten auf Google Server geladen werden und man diese Daten zB von einem Internetcafe oder bei einem Freund abfragen kann. Bis daher alles kein Problem. Doch jetzt kommt die rechtlichtliche Komponente hinzu.

DATENSCHUTZ

Jeder kennt dieses Wort und keiner überlegt was er überhaupt macht, wenn er google seine Daten laden lässt. Niemand weiß was Google mit diesen Daten macht. Bis hier her kann man auch noch sagen “okay Google ist ne große Firma die leisten sich keinen Skandal” - die Version für Optimisten. Doch, und jetzt kommt der dicke Brocken:

EFF-Justiziar Kevin Bankston meint, dass Daten, die bei Google liegen, für die Behörden leichter nutzbar werden, als wenn sie beim Benutzer auf dem lokalen Rechner gespeichert sind. Google ist als Service Provider klassifiziert – das amerikanische Antiterror-Gesetz “Patriot Act” sieht vor, dass eine solche Firma in vielen Fällen noch nicht einmal ihre Kunden informieren muss, wenn Daten an Behörden weitergegeben wurden.

Quelle

Mit dem Antiterror Gesetz haben sich die Amis was nettes einfallen lassen. Um jegliche Gesetze, die sie wollen zu umgehen. So wird auch das Datenschutzgesetz ganz einfach ausgehebelt und das auch noch alles legal und öffentlich. Und der schöne Name verleiht dem Ganzen auch noch einen sinnvollen Titel. Naja alles in allem will ich damit zwie grundlegende Ideen veröffentlichen.

Als Mensch hast du gewisse Rechte die du auch wahren solltest, denn ohne Rechte ist ein Mensch nur noch eine Marionette. Und des weiteren bin ich der Meinung, dass nicht alles gut ist was Google macht. Also auch einem o großen Konzern kein blindes vertrauen schenken.

Utube.com verklagt Youtube.com

Donnerstag, November 2nd, 2006

Das Unternehmen Universal Tube & Rollform hat folgendes Problem: Die Internetseite des Unternehmens mit der Domain utube.com hat seit einiger Zeit massiven durch Type Ins.

Viele wissen nicht wie Youtube geschrieben wird und da U und You im Englischen sehr ähnlich klingen, tippt man mal auch Utube.com ein. 68 Hits im August. Da gingen die Server in die Knie und Kunden konnten keinen Kontakt zum Unternehmen herstellen.

Was macht man also als Firma in den USA. Genau, klagen. Und zwar gegen Youtube, dass ja vor kurzem von Google gekauft wurde, mit der Forderung dass sie entweder Schadensersatz leisten oder ihren Domainnamen ändern.

via: netzzeitung.de

Irakkrieg: Saddam hat das amerikanische Ultimatum vor der Invasion akzeptiert

Dienstag, Oktober 31st, 2006

Nach Angaben von Rights and Freedom International hat Saddam Hussein das Ultimatum der USA vor der Invasion akzeptiert, von der U.S. Seite kam jedoch keine Rückmeldung und wenig später die Bomben.

“Saddam was willing to yield to all American demands, announced and unannounced, to reach peaceful resolution,” said Shaltout, “but the Bush administration, including Elizabeth Cheney, undersecretary of State, David Welch, the U.S. ambassador in Egypt, and Gene Cretz, his political attache, did not respond to his offers.”

Die Bekanntgabe dieser Info wurde von der amerikanischen Seite damals verhindert.

Nun, mal schauen ob George W. Bush jetzt nach Den Haag zitiert wird.

Quelle: Yahoo News