Life after Adsense - Click Flipping

life after adsenseDer eine oder andere hat sicherlich das EBook „Death of Adsense“ runtergeladen. Recht interessant das ganze, da jetzt auch der zweite Teil, nun mit richtigen Informationen, rausgekommen ist.

Ehrlich gesagt bin ich äußerst überrascht von der Qualität des Books. Weder kostet der zweite Teil was, noch will der Autor etwas verkaufen. Anders als in den Foren und Blogs gemutmaßt wurde. Nein, nur tolle Infos ?

Worum es geht ist Click Flippig. Der Begriff Flipping wird im Englischen normalerweise im Immobiliengeschäft verwendet. Man kauft ein altes, runtergekommenes Haus, saniert es schnell, kaschiert die ganzen Unschönheiten, und verkauft es dann mit einem satten Gewinn.

Click Flipping ist in etwa das Gleiche. Man bucht Adwords-Anzeigen die auf spezielle Seiten mit eingebautem Affiliate-Produkt verweisen. Dadurch verdient man dann das Geld. Man kauft billige Adwords und wandelt sie in teure Sales um.

Das war’s eigentlich schon. Ein Beispiel: Über ein Affiliate-Programm verdient man pro Sale 12 Euro. Ein Klick bei Adsense kostet 0,50 Euro. Jeder fünfzehnte nimmt das Angebot wahr. Wenn man 100 Euro ausgibt, macht das bei (100/0,50)/15 = 13,3 Sales einen Gewinn von 13,3 * 12 Euro = 160 Euro. Nochmal: Man gibt 100 Euro aus und verdient 160 Euro.

Natürlich ist dies ein Beispiel. Der Klickpreis kann viel niedriger oder auch höher sein. Der Betrag den man pro Sale bekommt sowie die Conversion-Rate, also die Prozentanzahl der Besucher die das Produkt auch kaufen, können variieren. Aber das ganze zeigt, dass sich hier ein interessantes Gebiet für Webmaster eröffnet Geld zu verdienen.

Traffic hängt von Platzierungen bei den Suchmaschinen ab, in den USA ist es wichtig bei Google, Yahoo und MSN vorne zu sein, in Deutschland ist eigentlich nur Google und in wenigen Fällen Yahoo wichtig. Sprich, mag Google eine Seite von heute auf morgen nicht und reicht diese in den Platzierungen nach unten durch, so verdient der Webmaster weniger. Dafür reicht es aus, dass zum Beispiel eine Seite die sich mit Krediten beschäftigt bei einem Top-Keyword von Platz 2 auf 11 fällt.

Ein Großteil der Webmaster macht sein Geld mit Adsense. Wenn Adsense einen sperrt bleiben einem oft nur wenige Prozent vom vorherigen Verdienst etwa durch Werbebanner oder Popups oder was auch immer. Oder man setzt Content-Alternativen ein wie zum Beispiel Mirago oder Oxado. Für manche Seiten sind auch die Programme von Ebay oder Amazon interessant. Die Masse aber wird aber weniger Gewinn damit machen als mit Adsense.

Und da Adwords-Kunden seit einiger Zeit die Klickpreise für die Suchergebnisseiten von Google und das Adsense-Netzwerkt separat festlegen können, fallen auch die Verdienste pro Klick seit einiger Zeit niedriger aus. Diesen Trend konnte ich ebenfalls beobachten. Sicherlich hat das Sommerloch einen Einfluss darauf gehabt, aber auch jetzt haben sich die Klickpreise nicht auf ihr altes Niveau stabilisiert.

Wieso das Smart Pricing genannte System für weniger Verdienst auf Webmasterseite sorgt? Weil Publisher für Klicks auf Seiten des Adsense-Netzwerks weniger bezahlen. Und dies weil die Besucher darüber seltener etwas kaufen.

Wer also Geld verdienen will, der sollte nicht (nur) darauf vertrauen eine Seite aufzubauen, sie gut zu optimieren und mit Adsense Geld zu verdienen.

Nehmen wir das Beispiel, dass ein Besucher ein Buch kaufen will. Er kommt auf die Seite, sieht eine Adsense-Anzeige, in der es heißt „Buch XY günstig kaufen“, klickt diese an und kommt zur einer Affiliate-Seite eines Partners von Amazon. Der Webmaster, auf dessen Seite die Anzeige angeklickt wurde, bekommt beispielsweise 4 Cent. Der Publisher hat aber 7 Cent bei Adwords bezahlt. Also 3 Cents für Google. Das Buch kostet 29,95 Euro. Wenn der Amazon-Partner jetzt 5 Prozent vom Wert gutgeschrieben bekommt, so sind es 1,50 Euro für ihn.

Zusammenfassend: der Webmaster hat bei einem Klick 4 Cent verdient, Google 3 Cent, der Partner von Amazon 1,50 Euro und Amazon ebenfalls einige Euro. Wenn jetzt jeder 10 Klick dem Partner von Amazon einen Sale bringt so verdient er pro Klick (1,50/10)-0,07 = 8 Cent. Doppelt soviel wie der Adsensepartner.

Oder Amazon wirbt gleich selbst. Dann gehen wieder nur 4 Cent an den Webmaster, 3 an Google und der Rest des Gewinns an Amazon.

Für viele Seiten lohnt es sich deshalb einfach nicht Adsense zu schalten. Gut platzierte Partnerprogramme in Verbindung mit den passenden Besuchern (via Adwords) bringen erheblich mehr. Und man teilt sich seine Verdienste nicht mit Google.

Für Seiten mit qualitativ hochwertigen Besuchern wird es bald aber Hoffnung geben, da Google mit einem CPA (Cost per Action) –System experimentiert. Das ganze wird dann ähnlich wie bei affili.net oder cj sein. Man bekommt nicht mehr für jeden Klick einige Cent sondern für Leads oder Sales. Dann halt natürlich mehr.

AdWords bietet sich für viele Seiten an. Per Googles Dienst Analytics und die Statistiktools der Affiliate-Anbieter (subids) kann man leicht bestimmen welche Seite viele Sales oder Leads erbringt. Diese kann man dann mit den richtigen Keywords bewerben und so mehr verdienen. Dass man die richtigen Keywords und Klickpreise auswählt und diese immer verbessert und optimiert ist besonders wichtig.

Hat man auf einer Unterseite ein Partnerprogramm für Gartenerde unterbracht und kommen über Google schon einige Besucher über das Keyword Gartenerde und es sind schon einige Sales zu Stande gekommen, so sollte man jetzt einige Adwords-Keywords buchen. Garten ist sicherlich ein teures Keyword das auch nicht wirklich viel bringt. Jedenfalls für unseren Fall. Besucher die über „Gartenerde“ kommen werden schon sicherer Interesse haben Gartenerde zu kaufen. Und über „Gartenerde online bestellen“ hat man vielleicht die optimalen Chancen das jeder 5 das Angebot wahrnimmt.

Damit es zu einem Sale oder Lead kommt sind einige Faktoren wichtig: Das Angebot und seine Aufbereitung. Und die richtigen Keywords. Bis man das Optimum gefunden hat muss man experimentieren, probieren, analysieren usw.

Weitere Infos über Click Flipping finden Sie im EBook Life after Adsense, dem zweiten Teil von Death of Adsense.

11 Responses to “Life after Adsense - Click Flipping”

  1. Birgit says:

    Hi,

    denke auch, dass das schief geht (in den meisten Bereichen) Adwords zu schalten umd dann mit Adsense zu verdienen.

    Aber es gibt bestimmt andere Möglichkeiten: Adwords billig schalten und über ein Partnerprogramm einer Versicherung z.B. gut zu verdienen.

    Mir ist das allerdings zu unsicher…. deshalb werbe ich für meine Seiten gar nicht kostenpflichtig.

    (habe allerdings Seiten mit zumindest irgendeinen Wert für den Nutzer, wie z.B. die oben verlinkte…)

    Birgit

  2. Max says:

    Der Aspekt mit der Unsicherheit ist ja gerade der, wieso dieses Modell sicherer ist als normales SEO und Seitenaufbau. Einen Adwords-Account kickt Google sicherlich nicht ;-)

  3. Andreas Berg says:

    Im Prinzip mache ich schon lange sowas wie Click Flipping - nur, dass ich keine eigene Landing-Page baue, sondern direkt auf die Verkausseite eines Partnerprogramms gehe. Damit kann man schon ein paar Euros verdienen. Problem ist, dass dieses Geschäftsmodell überhaupt nicht skaliert. Die preiswerten Keywords bringen meist nur ein paar Besucher am Tag. Geht man auf vielgesuchte Keywords, muss man direkt mehr zahlen. Einzige Möglichkeit, wie man damit viel verdienen kann, ist es, viele Produkte anzubieten. Und dann ist das Erstellen und Optimieren der Anzeigen wieder ein sehr zeitaufwändiger Task - kein guter Stundensatz.

  4. Max says:

    Eine gute Landingpage ist ziemlich wichtig. Der Vorteil dieses Systems liegt ja darin, dass nach einiger Zeit des Analysieren und Optimierens das System konstant Gewinn macht und man sich etwa nicht um Linkaufbau usw. kümmern muss.

  5. Rene says:

    Ich finde es außerordentlich einen so qualifizierten Bericht in Deutschland zu finden, dabei wollte ich nur “scannen” was unter Scott (Autor von Death of Adsense) unter Click Flipping versteht. Ich wollte den zweiten Teil seines Buches nicht lesen, weil ich seine Aussagen für Unsinn halte.

    Er macht keine Angaben darüber, was er für Seiten hatte.

    Aus dem ersten Bericht ist herauszulesen (zwischen den Zeilen), dass er vermutlich Auto-Generierte Seiten gebaut hat (Traffic Equalizer etc…).

    Und das die zu Recht in großem Stil aus den Suchmaschinen rausfliegen ist nur Recht und billig. Das WEH-Geschrei diesbezüglich war bereits 2005 deutlich.

    Und Scott nutzt die Stimmung aus.

    Mehr Menschen denn je springen auf Adsense auf. Und die Konkurrenz wird größer. Das da nicht alle nach 6 Monaten von leben können ist doch klar - oder?

    Adsense ist definitiv nicht tot - das ist völliger Blödsinn. Für Adwords Werbung wird mehr denn je ausgegeben.

  6. Birgit says:

    Naja, da verlass ich mich lieber auf meine Seo-”Kenntnisse” … ok, falls meine Seite abrutscht… pechgehabt… verdien ich halt nix.

    Aber ich setze auch kein Geld ein.

    Da hab ich dann immer noch +/- 0 … sollte so ein Schuss mit Adsense daneben gehen… habe ich definitiv verloren. … und wahrscheinlich trotzdem auch Zeit investiert.

    Birgit

  7. primedan says:

    test

  8. primedan says:

    Sorry, Max hat hier leider nicht ganz verstanden, wie Click Flipping wirklich funktioniert.

    Was er hier beschreibt, ist AdSense Arbitrage. Anders als bei AA geht es bei CF aber nicht darum, ein Inserat teurer zu verkaufen als zu kaufen denn der Flipper wird erst bezahlt, wenn er ein sog. “Lead”, einen ernsthaften Interessenten also, generiert. Der Flipper verdient sein Geld also nicht bereits, wenn jemand ein Inserat anklickt (Cost Per Click) sondern erst, wenn dieser ein ausgefülltes Lead-Formular abschickt, was dem Inserenten zeigt, dass der Besucher auch wirklich an seinem Angebot interessiert ist. Da so ein Besucher viel Wertvoller für den Inserenten ist, ist die Lead-Provision auch deutlich höher, als die eines AdSense-Clicks.

    Die Crux liegt allerdings im Testverfahren, welches die Wahrscheinlichkeit beeinfllusst, ob jemand mit dieser Strategie erfolgt hat oder sogar drauf zahlt!

    Sorry für die kleine aber notwendig Korrektur!

    Gruss
    Dan

  9. 325332 Blog Verification…

    325332…

  10. Max says:

    Hallo Dan,

    Sehe Deinen Beitrag irgendwie erst jetzt. Schon klar, dass der Click Flipper nur im Falle eines Leads/Sales bezahlt wird. Das habe ich aber auch so geschrieben:

    >> Click Flipping ist in etwa das Gleiche. Man bucht Adwords-Anzeigen die auf spezielle Seiten mit eingebautem Affiliate-Produkt verweisen. Dadurch verdient man dann das Geld. Man kauft billige Adwords und wandelt sie in teure Sales um.

  11. [...] Jedenfalls könnte man mit diesem Guthaben ein wenig mit Click Flipping experimentieren. [...]